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Christ Feinmechanik weiht Neubau ein

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Die Firma Christ Feinmechanik GmbH & CO. KG in Langgöns hat nach einem Jahr Bauzeit ihr neues Produktions- und Bürogebäude am sogenannten Open-House-Tag offiziell in Betrieb genommen.

3,5 Millionen Euro hat das Unternehmen in den Neubau investiert. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, der als Ehrengast zur Eröffnung geladen war, sprach von einem „wichtigen Zeichen“ für das Unternehmen, für Langgöns und die Region: „Mut zur Zukunft, Mut, Neues zu wagen – das sind die wichtigsten Botschaften, die von dem Firmenneubau ausgehen“, ließ Bouffier wissen. 

Zuvor würdigten die Gastgeber und Gäste den erst vor wenigen Tagen, am 5. August, nach kurzer, schwerer Krankheit verstorbenen Firmengründer Karl-Ludwig Christ. Bis zum Ende war er in dem von ihm und seiner Ehefrau Gretel vor 55 Jahren gegründeten Betrieb aktiv tätig, sagte sein Sohn Andreas Christ, der das Unternehmen seit dem Jahr 2000 leitet. „Die Uhr bleibt nicht stehen, es gilt, weiter nach vorne zuschauen", gab der Sohn den Wunsch des Vaters vor den 150 Gästen bekannt. „Nie aufgeben und auch in schwierigen Zeiten Mut und Hoffnung nicht verlieren“, mit diesem in seinem christlichen Glauben verwurzelten Werteverständnis habe Karl-Ludwig Christ das Familienunternehmen geleitet und bis zum Schluss geprägt. 

Im Sinne der Eltern weiterarbeiten 

In diesem Sinne werde die junge Generation auf dem von Vater und Mutter gelegten Fundament weiterarbeiten und -wirken, so der Sohn. Er dankte in seiner Einweihungsrede allen Beteiligten: „Viele Hände haben Stein für Stein etwas Tolles geschaffen.“ Nun könne das Motto „Präzision für die Zukunft“ im Sinne des Vaters umgesetzt werden. Bouffier hob in seiner Rede die Firma Christ als „klassisches mittelständisches Familienunternehmen“ hervor: „Der Mittelstand ist der „Kern unserer Wirtschaft“, so der Ministerpräsident. Familienunternehmen lebten von der Überzeugung, etwas schaffen und leisten zu können, Familienunternehmen gingen auch ins kalkulierte Risiko und übernähmen für sich und andere Verantwortung, schafften Arbeitsplätze und böten der Jugend Lehrstellen an. Der „Spirit“, der Familienunternehmen präge und auszeichne, könne weder von der Politik noch von irgendjemand anderem verordnet werden, so Bouffier. Die auf Tradition gegründete und mutig Neues wagende Feinmechanik Christ GmbH setze mit ihrer Investition in die erweiterte Firmenunterkunft daher ein wichtiges Zeichen. 

Das Unternehmen, das mittlerweile rund 60 Beschäftigte zählt, kann nun auf fast 3000 Quadratmetern Fertigungsfläche mit Sägen, Drehen, Fräsen, Schleifen, Montage, Entwicklung und Konstruktion für die optische Industrie, den Maschinenbau, die Medizin- und Vakuumtechnik rund fünf Millionen Euro Umsatz pro Jahr generieren. Auch Rainer Schwarz, Präsident der IHK Gießen-Friedberg, und Bürgermeister Marius Reusch hoben die Bedeutung des Mittelstandes für die gesamte Wirtschaft und die Erweiterungsinvestition der Christ GmbH als sehr wichtig für den Standort Langgöns hervor. Christ sei von Beginn an in Langgöns verwurzelt, stelle wertvolle Arbeitsplätze für Menschen aus dem Ort und der Region zur Verfügung. 

(wf, Mittelhessenforum)